Marianne Wittwer hat Island mit traumhaften Bildern vorgestellt und nicht an Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, zu Frauen gespart. Das weckte den einen oder anderen Wunsch, nicht nur zur Konferenz nächstes Jahr nach Island zu reisen, sondern etwas mehr vom Land zu sehen.
In den letzten zehn Jahren wurde Island auf der Weltkarte präsenter und machte vermehrt von sich reden. Das grösste Gut des unabhängigen Staates im Nordatlantik ist die unbändige und äusserst vielfältige Natur. Zu recht wird sie oft Insel aus Feuer und Eis genannt. Wer in Island lebt oder herumreist, merkt bald, dass die Naturgewalten und das Klima einen grossen Einfluss auf das Leben haben und Pläne ab und zu revidiert werden müssen. Entsprechend sind die Isländerinnen und Isländer in mancher Hinsicht etwas gelassener, aber alles andere als weltfremde Inselbewohner. Sie sind offen gegenüber neuen Ideen und packen vieles an. Immer wieder schaffen sie es, als Nation oder durch Persönlichkeiten von sich reden zu machen.
Seit der Besiedlungszeit um das Jahr 1000 haben die Frauen eine wichtige Stellung, was sich auch heutzutage zeigt, wo sie in vielen Führungspositionen anzutreffen sind. Welches Land würde sich deshalb mehr eignen die BPW Konferenz abzuhalten. Die Tage in Reykjavik werden Gelegenheit geben, die bunte Hauptstadt kennen zu lernen, in deren Grossraum zwei Drittel der isländischen Bevölkerung leben. Wer die Reise nach Island noch etwas verlängert, hat die grossartige Möglichkeit auch die einzigartige Natur während einer Zeit zu erleben, in der es auch nachts überhaupt nicht dunkel wird.
Marianne Wittwer war 2003 zum ersten Mal in Island unterwegs, nicht wissend, welche Folgen diese Reise auf ihr Leben haben würde. Die gewaltige Natur zog sie ganz in ihren Bann, vorher kannte sie diese nur von Bildern und Beschreibungen, welche die Sekundarlehrerin aus Schwarzenburg im Geografieunterricht verwendete. Zahlreiche weitere Reisen folgten, seit vielen Jahren zeigt Marianne Interessierten ihre zweite Heimat als selbständige Reiseleiterin. Viele Gruppen oder private Reisegäste hat sie bereits begeistert. Durch den Winter arbeitet sie auch Teilzeit bei einem Islandspezialisten. Nach wie vor gibt es viel auf Island zu entdecken. Informationen zu sammeln und immer wieder zu recherchieren, ist genauso eine Passion wie Reisen zu organisieren, zu leiten oder bei anderen die Begeisterung für Island zu wecken.